Alles in einem House-Track steht auf dem Kick. Mach das falsch und der ganze Mix ist falsch.
Beginne mit dem Kick. Jedes Mal.
Das Gewicht des Kicks, der Ton, die Art und Weise, wie er im Frequenzspektrum sitzt. Das ist das, worauf alles andere aufgebaut ist. Wenn kein Gewicht im Kick steckt, hat nichts Gewicht. Deine Synths werden sich dünn anfühlen. Dein Bass wird nicht landen. Dein Vocal wird nicht sitzen. Der Kick ist nicht nur eine Drum. Er ist das Bett, auf dem die gesamte Platte lebt.
Baue das komplette Drum-Arrangement auf, bevor du den Bass anpackst
Bevor ich den Bass oder etwas anderes anpacke, baue ich das komplette Drum-Arrangement auf. Kick, Snare, Claps, Hats, Percussion, alles. Ich lasse sie zusammen grooven und stelle sicher, dass jedes Element seinen Platz hat und der Rhythmus sich richtig anfühlt.
Dann richte ich die Tops mit der Oberseite des Kicks aus. Die Hats und Becken nehmen ihre Frequenzreferenz von dort, wo der Kick über seinem Fundamental lebt. Das hält das komplette Drum-Arrangement kohärent. Nichts kämpft, nichts ist vergraben.
Sobald die Drums verriegelt sind und sich so bewegen, wie ich es will, dann gehe ich zum Bass über.
Das Verhältnis von Kick und Bass
Hier funktionieren die meisten Mixes entweder oder eben nicht. Sie müssen sich den Low-End teilen, ohne sich gegenseitig auf die Füße zu treten. Wenn sie um denselben Raum konkurrieren, wird keiner auf einem großen System durchschlagen. Der Bass muss sich um den Kick herum ansiedeln, nicht darunter, wo er um Platz kämpft.
Wie ich das handhabe, hängt vom Genre ab. Hard House und Techno brauchen einen anderen Ansatz als Deep House. Aber das Prinzip bleibt gleich. Mach den Kick richtig, dann verriegle den Bass damit.
Die Dinge, die einen Club-Mix ruinieren
Kein Gewicht unter 80Hz. Du kannst nicht mischen, was nicht da ist. Wenn deine Elemente nicht den Low-End-Inhalt haben, wird sich der Mix auf einem großen System dünn anfühlen, egal was du tust.
Eine Hat oder ein Becken, das deutlich lauter ist als alles andere im Top-End. Das ist eines der häufigsten Probleme, die ich sehe. Es macht den Hi-End unmöglich auszubalancieren.
Ich tendiere dazu, alles unter 80Hz zu monieren, die meiste Zeit. Das gibt dir Solidität im Low-End, ohne zu aggressiv zu sein. Von 80 bis 125Hz gibt es etwas Flexibilität. Etwas Stereo in diesem Bereich kann gut klingen und es übersetzt sich. Über 125Hz ist där Bereich, wo Stereo-breite hingehört. Club-Systeme sind heutzutage viel ausgereifter, aber diese Mono-Grundlage unter 80Hz ist immer noch die Basis eines Mixes, der zündet.
Von unten nach oben aufbauen
Kick. Drums. Bass. Dann alles andere obendrauf. Die meisten Producer starten mit dem aufregenden Zeug, den Synths, der Melodie, dem Vocal. Aber wenn das Fundament nicht stimmt, ist all das auf Sand gebaut.
Mach den Kick richtig. Der Rest des Mixes wird folgen.
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